Digital Rheumatology

Digitale und von Patienten initiierte Versorgung ermöglicht eine Reduzierung nicht nötiger Arztbesuche 

31.03.2022

Unser Blog-Format “Aktuelles aus der digitalen Rheumatologie” berichtet über spannende und aktuelle Themen und Entwicklungen im Bereich der digitalen Rheumatologie.

In den vergangenen Monaten  wurden einige neue und interessante Erkenntnisse im Bereich der digitalen Rheumatologie veröffentlicht, die unter anderem auf Veranstaltungen wie dem 49. Kongress der Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), dem American College of Rheumatology Kongress (ACR) sowie dem Annual European Congress of Rheumatology (EULAR) diskutiert wurden. 

Dieser Beitrag aus "Aktuelles aus der digitalen Rheumatologie" gibt einen Überblick über ein Poster-Abstract von Seppen et al., der im November im Rahmen des ACR-Kongresses 2021 vorgestellt wurde.

Untersuchung der Wirkung einer vom Patienten genutzten Smartphone-App in der ambulanten rheumatologischen Versorgung

In Form eines Poster Abstracts “Smartphone Assisted Patient Initiated Care Safely Reduces Outpatient Clinic Visits in Patients with Rheumatoid Arthritis: Results from a Randomized Controlled Trial” wird die Wirkung des Einsatzes von Smartphone-basierter und von Patienten initiierter Versorgung im ambulanten Kontext beschrieben. Aufgrund der Notwendigkeit regelmäßiger Arztbesuche von RA-Patienten - inklusive solcher mit geringer Krankheitsaktivität oder erreichter Remission - ist die Nachfrage nach Arztterminen besonders hoch. 

Table 2. Number of consultations per group. Means and standard deviation (SD) are presented. CI: 95% Confidence Interval

Die Studie liefert Erkenntnisse darüber, wie die digitale Erhebung von PROs durch eine Smartphone-App eine wirksame Behandlung unterstützen und zudem die Anzahl an nicht notwendigen Arztbesuchen bei geringer Krankheitsaktivität reduzieren kann. 

Was ist neu? - Studienergebnisse belegen die Wirksamkeit einer digitalen Therapieunterstützung durch Erhebung von ePROs mittels einer Smartphone App 

Im Vergleich zur Standardbehandlung konnte gezeigt werden, dass für Studienteilnehmer, die ihre Krankheitsaktivität zwischen den Klinikbesuchen durch eine App zur wöchentlichen Beantwortung von Fragebögen selbst überwachten, die Anzahl der Arztbesuche sowie Telefonsprechstunden erheblich reduziert werden konnte. Zudem konnte gezeigt werden, dass die selbst-initiierte Versorgung in Bezug auf die Ergebnisse des Disease Activity Scores (DAS28) einer herkömmlichen Behandlung nicht unterlegen waren. 

Eine weitere interessante Erkenntnis ist, dass die Zufriedenheit der Patienten, die die App nutzen, in Bezug auf die erhaltene Versorgung sehr hoch ausfiel. Insgesamt wird die Umsetzung dieses Behandlungsansatzes aufgrund der positiven Ergebnisse für die Praxis empfohlen, um die Versorgung für RA-Patienten zu verbessern. 

Dr. Bart Seppen wird dieses Paper auch im Rahmen des 4th Digital Rheumatology Day in Berlin vom 06. - 07. Mai vorstellen. Weitere Informationen dazu sind hier zu finden.

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